Vorlernen ist besser als Nachlernen – Tipps zur Prüfungsvorbereitung

Frei nach dem Motto  #meindulerntrichtig hat HAM-Prof. Dr. Axel Koch, Fakultät Wirtschaftspsychologie, Experte für erfolgreiches & nachhaltiges Lernen, eine spannende Serie mit Blogbeiträgen, Selbst-Tests, Videos usw. für Dich geplant. Diesmal: Warum es besser ist, schon vor einer Präsenz zu lernen und sich gut vorzubereiten.

Gehörst Du auch zu den Studierenden, die immer ihrem Lernstoff „hinterher hinken“? Als Trost. Du bist nicht allein. Den meisten geht es so. Und da zeigt sich dann auch, was Du für Riesenchancen hast, es besser als alle andere zu machen und Dir das Leben zu erleichtern.

Das Geheimnis liegt darin, wie Du die Präsenzen  für Dich nutzt. Die meisten gehen nämlich völlig unvorbereitet zur Präsenz hin und hoffen, dass ihnen der Dozent alles erzählt.

Viel schlauer und sinnvoller ist allerdings ein gezieltes Vor-Lernen, also das eigenständige Bearbeiten des zukünftigen Lernstoffes vor der Präsenz. Dein Gehirn ist so viel besser vorbereitet auf das, was kommt. Es ist sozusagen schon mal „vorgeglüht“ und kann zusätzliche Infos viel besser aufnehmen.

Also – was solltest Du tun?

  • Lies Dir das Skript oder andere Lernmaterialien vorher durch.
  • Bearbeite schon mal selbstständig Übungsaufgaben. Nicht nur im Kopf, sondern  schriftlich. Dann merkst Du, wo die Lücken sind.
  • Überlege Dir vor der Präsenz, wo Du noch Fragen hast. Schreibe die Fragen vorab an Deinen Dozenten mit der Bitte, dass er Dir darauf in der Präsenz Antworten gibt. Das zeigt dem
  • Dozenten Dein Lerninteresse und fördert auch seine Motivation, Dir viel von seinem Wissen weiterzugeben.
  • Wenn Du Dir beim Lernen vor der Präsenz nicht ganz sicher bist, wie Du Dich am besten auf die Präsenz vorbereiten kannst, dann nimm‘ Kontakt zu Deinem Dozenten auf. Schreib eine Mail und frag aktiv nach.

All das trägt dazu bei, dass Du gut gerüstet  in die Präsenz kommst und viel mehr von Übungen, Fallbeispielen oder Fallstudien profitieren kannst, die zur Vertiefung des Gelernten gedacht sind.

So kommt auch der Spaßeffekt beim Lernen auf. Und nicht nur das.

Diese Art des Lernens führt zu einer sehr effektiven Lernstoffverarbeitung. Denn wenn dann der Klausurtermin näher rückt, musst Du die Themen nur noch mal wiederholen und kannst Deine Lernzeiten deutlich verkürzen. Und vor allem bleibt so auch deutlich mehr in Deinen kleinen grauen Zellen hängen.  Mache Dir einfach klar: Du bereitest Dich mit Deinem Studium ja auf einen (künftigen) Job vor und willst das Gelernte auch in der Praxis anwenden und umsetzen können. Da ist es wichtig, dass Du den Lernstoff auch verinnerlicht hast. Oder gehörst Du zu denen, die sagen „Nicht für das Leben lernen wir, sondern für die Klausur.“

Also: Fang bereits vor einer Präsenz an, Dich mit dem Lernstoff zu befassen und werde aktiv. Es lohnt sich. Die Erfahrung zeigt: Wer sich aktiv kümmert, schafft bessere Klausurnoten.

Quelle
Karsten, G. (2007). Lernen wie ein Weltmeister: Zahlen, Fakten, Vokabeln schneller und effektiver lernen (8. Aufl.). München: Wilhelm Goldmann Verlag.

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