Die Vorteile eines Lerntagebuchs – Tipps zur Prüfungsvorbereitung!

Bessere Noten Frei nach dem Motto #meindulerntrichtig hat HAM-Prof. Dr. Axel Koch, Fakultät Wirtschaftspsychologie, Experte für erfolgreiches & nachhaltiges Lernen, eine spannende Serie mit Blogbeiträgen, Selbst-Tests, Videos usw. für Dich geplant. Diesmal: Wie Du mit einem Lerntagebuch den Turbo einschalten kannst!

Was bringt mir ein Lerntagebuch?

Am Ende des Tages bist Du komplett geschafft? Viel gelernt – aber, was hast Du eigentlich mit der ganzen Zeit angestellt? Höchste Zeit, mal genau hinzuschauen. Denn es ist sehr wahrscheinlich, dass Du Dein Lernen richtig gut optimieren kannst.

Und das geht ganz einfach mit einem Lerntagebuch. Jetzt sag nicht: „Ach nee – bloß kein Tagebuch schreiben.“ Ganz ehrlich. Wahrscheinlich bist Du genau deshalb der geeignete Kandidat dafür. Es geht nämlich darum, mal genau hinzuschauen, was Du den ganzen Tag machst. So ein Lerntagebuch hilft Dir, Dein eigenes Lernverhalten zu reflektieren und Lernfortschritte klarer zu erkennen. Der Gewinn für Dich ist: Wenn Du das einige Zeit gemacht hast, weißt Du genau, wie Du Deine Zeit super effizient nutzen kannst.

Dass ein Lerntagebuch nützlich ist, zeigt auch die Forschung. So zum Beispiel die Studie von Anita Pachner. Sie hat unter Beteiligung von Studierenden unserer Hochschule für angewandtes Management (HAM) die folgenden Effekte in Ihrer Doktorarbeit festgestellt:

  • Eigene Stärken und Schwächen beim Lernverhalten wurden sichtbar. Überrascht waren die Teilnehmer, wieviel der geplanten Lernzeit am Ende wirklich effektiv genutzt wurde.
  • Durch die Selbstreflexion des eigenen Lernens gelang es den eigenen Lernprozess klar zu verbessern. Den Teilnehmern wurde vor allem auch klar, wieviel Einfluss in ihren Händen liegt, richtig gut zu lernen. Und sie merkten, wie sie Fortschritte bei der Zeiteinteilung, im Lernverhalten oder im Umgang mit Herausforderungen beim Lernen (z.B. Vereinbarkeit Lernen und Arbeit) schafften.
  • Weiterhin ergab sich eine realistischere Zielsetzung beim Lernen.

Fazit: Die Teilnehmer waren durch das Lerntagebuch zufriedener mit sich selbst und konnten ihre Lernzeit viel konzentrierter und effizienter nutzen.

Und jetzt bist Du dran. Es geht wirklich ganz einfach.

Wie erstelle ich ein Lerntagebuch?

  • Schritt 1: Nimm Dir bitte ein Blatt Papier oder erstelle Dir eine Exceltabelle und erstelle folgende Spalten: Nr., Tag, Datum, Zeit: von – bis,  Dauer: in min, Lerntätigkeit (was hast Du wie gemacht), Effekte (was hat es gebracht?)
  • Schritt 2: Fülle die Tabelle mindestens zwei Wochen regelmäßig aus. Besser ist, Du machst das mal vier Wochen lang.
  • Schritt 3: Ziehe spätestens am Ende einer Woche ein schriftliches Fazit. Was sind Deine wichtigsten Erkenntnisse in Deinem Lernverhalten und was möchtest Du in der folgenden Woche anders machen.

Ich wünsche Dir gutes Gelingen und dass Dich das Lerntagebuch zum „Turbo-Lerner“ macht!

Quelle: Pachner, A. (2009). Entwicklung und Förderung von selbst gesteuertem Lernen in Blended-Learning-Umgebungen. Eine Interventionsstudie zum Vergleich von Lernstrategietraining und Lerntagebuch. Münster: Waxmann

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