Medienkompetenzforschung

Medienkompetenzforschung

Digitalisierung hält immer mehr Einzug in die Arbeitswelt und verändert diese. Daraus ergeben sich neue Herausforderungen für Unternehmen und ihre Mitarbeiter, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit bzw. Erwerbsfähigkeit zu erhalten (Initiative D21, 2015; Monitor Digitalisierung am Arbeitsplatz, 2016). Die Digitalisierung der Arbeitswelt bezieht sich dabei sowohl auf die Arbeitsgestaltung als auch auf die berufliche Bildung. Zum Teil verändern sich Arbeits- und Lernprozesse grundlegend. Die Arbeit wird zunehmend vernetzter, flexibler und digitaler. Damit entstehen auch neue Anforderungen an Mitarbeiter, die durch Weiterbildung und Kompetenzentwicklung ihre Erwerbstätigkeit sicherstellen müssen. Gerade im Hinblick auf die Nutzung von digitalen Medien in Lern- und Arbeitsprozessen entsteht ein hoher Weiterbildungsbedarf, dem vorangestellt die Medienkompetenz gefördert werden muss. Die Medienkompetenz wird somit zunehmend zur Schlüsselqualifikation und bildet die Grundlage für den souveränen Umgang mit Medien in der Arbeitsgestaltung und beruflichen Bildung und somit für Qualifizierungsprozesse, aber auch für die Persönlichkeitsentwicklung und die gesellschaftliche Teilhabe aller Mitarbeitergruppen (z.B. Produktion oder Geringqualifizierte). Digitale Medienkompetenzbildung kann deshalb die Innovationskraft stärken, Arbeitsprozesse und -organisation verbessern und die arbeitsplatzorientierte und mediengestützte Weiterbildung (z.B. mit mobilen Endgeräten) fördern.

Forschungsprojekt Medienkompetenz (März 2017 – August 2019)

MeQ:ino: Medienqualifizierung – individuell und organisational“ ist ein Forschungsprojekt zum digitalen Lernen in der Arbeitswelt. Ziel des MeQ:ino-Projektes ist, die Mitarbeiter (Ma) verschiedener Zielgruppen an die Nutzung digitaler Formate in Lern- und Arbeitsprozessen heranzuführen und für den Umgang mit digitalen Medien im Berufsalltag zu begeistern und zu schulen. Dazu wird eine Toolbox entwickelt, die zum einen ein Modul zur Stärkung der Medienkompetenz und zum anderen ein Modul zur Entwicklung und Implementierung digitaler Lernmodule enthält.

Medienqualifizierung von Mitarbeitern durch Begeistern – Befähigen – Beteiligen

Begeistern. Mitarbeiter werden zunächst im Rahmen eines Escape Rooms an digitale Medien herangeführt.

Befähigen. Im Anschluss an den Escape Room haben die Mitarbeiter die Möglichkeit in kleinen Lern-Nuggets ihre Medienkompetenz selbstgesteuert zu trainieren. Die Lern-Nuggets beinhalten jeweils ein wichtiges Thema für einen medienkompetenten Umgang mit digitalen Formaten.

Beteiligen. Zentral ist die aktive Einbeziehung der Mitarbeiter in die Gestaltung der digitalen Lernformate, so dass diese abgestimmt auf die Bedürfnisse der Zielgruppe entwickelt und umgesetzt werden. Dazu werden in Zusammenarbeit mit interessierten Mitarbeitern spezifische Lernmodule entwickelt, die sowohl inhaltlich als auch bezüglich des Lernformats auf die spezifischen Bedürfnisse der Mitarbeiter abgestimmt sind. Im Rahmen der Lernmodulentwicklung wird auf Inhalte der Toolbox zurückgegriffen. Es stehen Leitfäden, Checklisten und eine Vielzahl verfügbarer Anwendungen zur Erstellung von Lernmodulen zur Verfügung.

Qualifizierung von Personalverantwortlichen

Zusätzlich zur Qualifizierung der Mitarbeiter wird durch die Weiterbildung eines Personalverantwortlichen die Begleitung und der Transfer des Konzeptes in den Unternehmenskontext sichergestellt.

Dieses Forschungsprojekt wird unterstützt und gefördert von