Gamescom 2026: Vom Hörsaal direkt in die Gaming-Branche

Im vierten Semester sitzt Esports Management-Studentin Pia in einer Vorlesung, die ihr heutiger Chef von SK Gaming hält. Sie bewirbt sich um ein Praktikum, wird danach als Werkstudentin übernommen und steht in diesem Jahr auf der Gamescom am Stand der Esports-Organisation. Ihr Weg zeigt, wie du schon während des Studiums in der Gaming-Branche Fuß fassen kannst.

Erst Vorlesung, dann Praktikum, dann Werkstudentin

Nach der Vorlesung lädt der Referent von SK Gaming die Studierenden ein, sich für Praktika zu bewerben. Pia nutzt die Chance. Heute pendelt ihr Arbeitsalltag zwischen Büro, Events im Office und Messen wie der Gamescom.

„Es ist halt nicht immer nur das Gleiche. Du hast viele verschiedene Sachen, von denen du lernen kannst.“

– Pia

Bald schreibt Pia ihre Bachelorarbeit. Erste Gespräche über eine Zukunft bei SK Gaming hat sie bereits geführt, und sie will bleiben. Im Video nimmt dich unser Team mit über die Messe. Ab Minute 3 erzählt Pia am Stand von SK Gaming, wie sie in die Branche gekommen ist.

Beratung auf Augenhöhe: Studierende am HAM-Stand

Am HAM-Stand in Halle 10.1 haben vor allem Studierende beraten. Joel studiert Sportjournalismus und war als Hochschulbotschafter in der Spätschicht rund fünf Stunden täglich vor Ort. Sein längstes Gespräch dauerte 30 Minuten. Warum das so gut funktioniert, erklärt er so: Wer selbst studiert, erzählt ehrlicher vom Studium als jemand, der es vermarkten will.

„Als ich 16, 17 war, hätte ich auch gern mit jemandem in meinem Alter gesprochen.“

– Joel

Die meisten Fragen kamen allerdings von den Eltern. Wie organisiert man sich im Studium selbst? Wie laufen die Online-Anteile? Wie viel Zeit kostet das Studium pro Woche?

Kurzer Draht zu den Professoren

Prof. Dr. Matthias Bellinghausen, Prodekan für Forschung an der Fakultät für Sportmanagement und akademischer Leiter Campus Köln, war ebenfalls am Stand. Für ihn ist die Gamescom eine Mischung aus Businessmesse, Szene-Treffen und ein bisschen Karneval, sagt er. Es ist ihm vor allem aufgefallen, wer sich dort präsentiert: Bundeswehr, Bundesnachrichtendienst und viele andere Unternehmen, die selbst gar keine Spiele entwickeln. Das zeigt: Die Gaming-Szene ist auch für Arbeitgeber außerhalb der Spielestudios interessant. Dass ein Professor persönlich am Messestand steht, ist für Bellinghausen typisch für die HAM:

Mit am Stand: unsere Partner

Carsten Gieseler hat an der HAM in Ismaning seinen Master in BWL mit Schwerpunkt Human Resource Management gemacht. Heute ist er Gründer und Teamchef von CARLAR esports und war als Partner mit an unserem Stand. Zum Sim Racing kam er, weil echter Motorsport zu teuer war und er nicht an der Boxenmauer zuschauen wollte. Seine wichtigste Erkenntnis als Unternehmer:

„Die Fehler und das Scheitern bringen einen nach vorne, nicht der vermeintliche Erfolg.“

Ebenfalls am Stand vertreten waren die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), die Knappschaft-Bahn-See und die Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd. So konnten sich die Besucher direkt mit ihnen austauschen. Im Stand-Recap kommen Joel, Prof. Dr. Matthias Bellinghausen und Carsten Gieseler selbst zu Wort.

Dein Weg in die Gaming-Branche

Du willst selbst in die Gaming-Branche? Im Bachelor Game Design geht es unter anderem um Storytelling, Design und Programmierung. Teams managen, Events organisieren, Marketing auf Twitch & Co. planen: Darum geht es im Bachelor Esports Management. Welche Berufe es in der Branche gibt, kannst du in unserem Beitrag über fünf UX- und Game-Design-Berufe nachlesen.

Du möchtest uns persönlich kennenlernen? Dann besuch uns bei einer unserer nächsten Veranstaltungen.